Über Verlinkungen bewegen sich unsere User durch das Web, mal mit klarem Ziel, mal mit diffuser Absicht. Als Redakteur*innen sollten wir daher unseren Verlinkungen mindestens so viel Bedacht geben wie den sorgfältig formulierten Texten. Diese Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Regeln beim Verlinken.
Jeder Link sollte möglichst genau verraten, wohin er führt.
User haben keine Vorstellung von den Inhalten, die sich hinter den von uns gesetzten Links verbergen – sie bauen Ihre Klick-Entscheidung und ihre Erwartungshaltung, was sich hinter dem Link verbirgt, allein auf dem verlinkten Text auf. Als Redakteur*innen können wir nicht einmal davon ausgehen, dass der umliegende Text gelesen wird, da oft nur Hervorgehobenes (Zwischen)Überschiften und eben die farbig markierten Links überhaupt gelesen werden.
Alles Klickbare sollte also mit besonderem Augenmerk formuliert werden.
Die Auswahl der Links von Seiten der User ist in der Regel kein Prozess mit bewusster Überlegung. Die Userforschung beschreibt diese Entscheidung sehr treffend so, dass User sich vom „Information Scent“ führen lassen: Sie lassen sich davon intuitiv leiten zu den Seiten, die wahrscheinlich die von ihnen gesuchten Informationen enthält.
Einfacher Call to Action
Wenn sich auf der Seite ein klarer Link als Call to Action anbietet, etwa der Link
dann bitte diesen Link sehr deutlich herausstellen – etwa als Button – und möglichst weit oben auf der Seite aufführen. Es sollte der erste Link auf der Webseite sein.
User haben keine Vorstellung von den Inhalten, die sich hinter den von uns gesetzten Links verbergen – sie bauen Ihre Klick-Entscheidung und ihre Erwartungshaltung, was sich hinter dem Link verbirgt, allein auf dem verlinkten Text auf. Als Redakteur*innen können wir nicht einmal davon ausgehen, dass der umliegende Text gelesen wird, da oft nur Hervorgehobenes (Zwischen)Überschiften und eben die farbig markierten Links überhaupt gelesen werden.
Alles Klickbare sollte also mit besonderem Augenmerk formuliert werden.
Die Auswahl der Links von Seiten der User ist in der Regel kein Prozess mit bewusster Überlegung. Die Userforschung beschreibt diese Entscheidung sehr treffend so, dass User sich vom „Information Scent“ führen lassen: Sie lassen sich davon intuitiv leiten zu den Seiten, die wahrscheinlich die von ihnen gesuchten Informationen enthält.
Das Offensichtlichste zuerst: Wer Inhalte erstellt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass jeder gesetzte Link die User potentiell von der aktuellen Webseite wegführt.
Dies kann erwünscht sein, wenn die Seite auf andere Seiten verteilen soll. Wenn der Link nur bei Bedarf weitere Information zu Randthemen bieten soll, ist das Verlassen der Seite vielleicht nicht erwünscht.
Wenn sich auf der Seite ein klarer Link als Call to Action anbietet, etwa der Link
dann bitte diesen Link sehr deutlich herausstellen – etwa als Button – und möglichst weit oben auf der Seite aufführen. Es sollte der erste Link auf der Webseite sein.
Usern macht ein Klick nicht viel aus, solange sie zuversichtlich sind, ihrem Ziel mit dem Klick näher zu kommen. Dieses Konzept erklärt das Klickverhalten von Usern und wird Information Scent genannt. Es beschreibt damit auch gut die intuitive Art des Verhaltens, das gar nicht so viel Überlegung an den Tag legt, wie wir als Autoren es uns einbilden. Unsere Aufgabe ist es, diesen Information Scent auf einem intuitiven Level zu erhalten.
Bei unkonkret oder unbedacht formulierten Links gibt es viel Potential für Enttäuschung durch „falsche Versprechen“.
Ein Link ist ein Angebot an die User, das sie in ihrem Anliegen weiterbringen soll. Aber mit jedem Link delegieren wir an die User die schwierige Aufgabe, eine Entscheidung zu fällen, die sie nur aufgrund den Infos des Links treffen müssen:
Bringt mich dieser Klick meinem Ziel näher oder nicht?
Je mehr Links eine Seite anbietet, desto schwerer können User entscheiden, welcher Link sie weiterbringt. Dazu erschöpft es Ihre Aufmerksamkeit und kostet Zeit.
Noch schwieriger wird es, wenn der Link dazu auch noch unzureichend formuliert wird, oder wenn bei den Links keine Hierarchie kenntlich ist.
Am ärgerlichsten für User ist es natürlich, wenn ein Link ins Leere führt, oder sogar zu veralteten Informationen (was User in der Regel dann auch nicht merken, denn der Link funktioniert ja). Gerade bei verlinkten Dokumenten kann diese fatal sein und leicht passieren, denn hier ändern sich die Links oft, wenn die Dokumente durch neue Versionen ersetzt werden.
Es wäre in diesem Fall also klüger, nicht direkt auf Dokumente zu verlinken, sondern beispielsweise auf die Seite auf der diese verlinkt sind – und es sollte nur diesen einen Ort geben, um zu verhindern, dass verschiedenen Versionen eines Dokuments im Umlauf sind.
Redakteure können Links ganz unterschiedlich gestalten und damit und damit Hierarchien herstellen, welche die User lenken:
Bei langen Urls greifen viele Redakteur*innen auf Kurz-Urls zurück, die mittels sogenannter Link-Shortener-Dienste erstellt werden. Dies ist aus mehreren Gründen keine gute Idee: Es ist nicht transparent oder sprechend, je nach Anbieter des Dienstes oft nicht datenschutzkonform und schädlich für die Ladezeit und wird so letztlich in der Regel von Suchmaschinen abgewertet.